| Was Banken wirklich machen |
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"Es ist gut, dass die Bürger der Nation unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn würden sie es verstehen, gäbe es, glaube ich, eine Revolution - vor morgen früh." (Henry Ford) Immer noch glaubt ein erschreckend hoher Anteil von Menschen, dass Banken die Einlagen der Sparer an Kreditnehmer weiterreichen. Noch erschreckender ist, dass das immer noch gelehrt wird! Dieser Zustand wird u. a. auch von Prof. Dr. Peter Bofinger, einem der sogenannten "5 Wirtschaftsweisen" Deutschlands vehement kritisiert (Interview Financial Times Deutschland, Vortrag auf youtube.com). Geschäftsbanken sind jedoch keine Intermediäre von Spargeldern - sie erschaffen Geld (im Fachjargon "Buchgeld"*) einfach selbst! Drastisch ausgedrückt: Banken verleihen kein Geld (bzw. nur zum geringsten Teil, einfacher Nachweis hier), Banken geben Kredit - und das ist etwas gänzlich anderes. Was geschieht, wenn eine Bank Kredit gibt?Die Bank schreibt eine Zahl auf ein Konto. Und damit ist das, was von den Kreditnehmern wie Geld verwendet wird, in die Welt gekommen. (Siehe "Geld und Geldpolitik" von der Deutschen Bundesbank, Kapitel 3.5, Absatz "Wie das Giralgeld der Geschäftsbanken in Umlauf kommt".) Allgemein sind Kontostände Sichtguthaben - sie müssen auf Sicht, d. h. jederzeit und sofort auf Verlangen des Kontoinhabers von den Banken in Bargeld ausbezahlt werden. Tatsächlich könnte aber keine Bank ihre Sichtguthaben in Bargeld ausbezahlen, sondern bestenfalls einen Bruchteil je nach Kapitalausstattung des jeweiligen Bankinstituts. Die Ausbezahlung allen Buchgeldes (aller Kontostände) ist unmöglich, weil soviel Bargeld schlicht und einfach nicht existiert! |



